Gelebte Spiritualität im Alltag - warum Meditation und Wahrnehmung zwei Paar Stiefel sind
Heute früh bin ich mit dem Gedanken aufgewacht, einen Artikel über dieses Thema zu schreiben. Denn ich lerne immer wieder Menschen kennen, die mit dem Wort oder der Lebenshaltung Spiritualität überfordert sind oder nichts anfangen können.
In meiner Vorstellung trugen „esoterische Tanten“ lila Walla-Walla-Kleider und schwebten einen Meter über dem Boden.
Erst als ich mich näher mit dem Thema beschäftigte und mich dafür öffnete, lernte ich die wunderbare Welt der bodenständigen Spiritualität kennen und lieben – in Form von bewusster Verbindung mit dem eigenen Körper, dem intuitiven Spüren von Schwingungen und der Umsetzung von Impulsen.
Ganz im Vertrauen, aus dem Gefühl heraus und mit dem Verstand als Verbündeten statt als Bremse.
Lass uns erst einmal die Begriffe klären
Bevor wir tiefer in das Thema einsteigen und ich dir erzähle, warum für mich Meditation und Wahrnehmung zwei Paar Stiefel sind, möchte ich erst einmal ein paar wichtige Begriffe definieren.
Wusstest du, dass Esoterik aus dem Griechischen kommend wörtlich übersetzt nichts anderes bedeutet als
„innerlich“?
Erst durch die erweiterte Definition hat es einen negativen „Touch“ bekommen.
Spiritualität
hingegen ist abgeleitet aus dem lateinischen Spiritus = Geist und wird definiert als:
„Geistigkeit, inneres Leben, geistiges Wesen …“
Und erweitert als die Hinwendung, Anschauung oder das subjektive Erleben einer sinnlich nicht fassbaren, rational nicht erklärbaren transzendenten Wirklichkeit …
Diese Definition ist – da sind wir uns einig – sehr rational beschrieben.
Für mich bedeutet Spiritualität nichts anderes, als
in Verbindung mit sich selbst zu sein, die Verbindung zu allem zu spüren und aus dem eigenen Gefühl in Anbindung an die Seelenkraft zu handeln.
Indem du dich mit deiner inneren Weisheit verbindest, deinem Bauchgefühl vertraust und die Zeichen im Außen wahrnehmen lernst, veränderst du dein Leben. Du wirst feststellen, dass du immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist. Du wirst Menschen begegnen, die dich bereichern und immer das Gefühl haben, geführt zu werden.
Was gelebte Spiritualität im Alltag bedeutet
Je bewusster du dein Leben gestaltest, desto sinnvoller und lebenswerter wird es.
Je intensiver du auf dein Körpergefühl achtest, deine Sinne stärkst und Bewusstheit lebst, desto mehr wirst du spüren, wie gelebte, bodenständige Spiritualität dein Leben verändert.
Weg von …
- dem Funktionieren
- dem Kopfkarussell aus Ängsten und Zweifeln
- dem Grübeln und Analysieren
- Ablenkungsmanövern im Außen
Hin zu …
- echter Präsenz im Hier und Jetzt
- einem inneren Wissen, was für dich richtig und wichtig ist
- wahrer Verbindung zu dir selbst und dem großen Ganzen
Du wirst deine Bedürfnisse erkennen, deinem Herzen folgen, Zeichen im Außen wahrnehmen und Impulse umsetzen.
Meditation - hin zu dir
Vielleicht denkst du dir jetzt:
„Das klingt ja gut – aber wie soll das funktionieren?“
Genau hier beginnt die Magie der Wahrnehmung und die zwei Paar Stiefel der Spiritualität.
Bestimmt hast du schon gehört, dass Meditation der Schlüssel für ein erfülltes Leben ist. Je spiritueller ein Mensch ist, desto mehr meditiert er.
Und ja: Es ist etwas Wahres dran.
Meditation ist eine Technik, um:
- zur Ruhe zu finden
- Eindrücke im Außen verblassen zu lassen
- Gedanken loszulassen
- sich mit dem Unterbewusstsein zu verbinden
- den Verstand still werden zu lassen
- den Fokus zu halten oder neu auszurichten
- Dinge zu manifestieren
Meditation ist auch für mich der Einstieg in ein bewussteres Leben und ein Geschenk zur Innenschau.
Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Meditation
ein wichtiger Baustein fehlt: das körperliche Empfinden.
Dein Körper ist währenddessen im Ruhemodus. Du verbindest dich mit deinem Geist, deinem Unterbewusstsein, der feinstofflichen Welt oder deiner Intention – aber
nicht mit deinem Körpergefühl.
In erster Linie unterstützt dich die Meditation, dich zu zentrieren, dich auf dich zu konzentrieren und so neue Kraft für den Alltag zu schöpfen.
Auch ich nutze diese Technik sowohl für mich als auch in Seminaren. Als Puzzleteil von vielen weiteren.
Meditation ist wunderschön – aber oft nicht alltagstauglich:
- man muss sich Zeit einplanen
- man braucht ein Setting
- man will nicht gestört werden
- man ist nicht mit seinem Körpergefühl verbunden, sondern nur im Geist
Deshalb habe ich begonnen, meine
Wahrnehmung zu schulen. Denn die Sinne und das Bauchgefühl sind immer aktiv. Sie dürfen nur noch besser trainiert werden.
Wahrnehmung – die gelebte Präsenz im Hier und Jetzt
In der Meditation lernst und erlebst du Bewusstsein und Verbindung zu dir.
In der Wahrnehmung lernst du
Bewusstheit.
Du lernst:
- Präsenz
- bewusste Fokussierung von Sinneseindrücken
- Veränderung des Körpergefühls zu spüren
- Zeichen und Impulse im Außen zu deuten
Diese Eindrücke tauchen schnell auf – und verschwinden ebenso schnell, wenn du nicht gelernt hast, den Fokus zu halten.
Dein Körpergefühl sagt dir innerhalb von Sekunden, ob etwas wichtig oder richtig ist.
In dieser Präsenz triffst du Entscheidungen aus dem Bauchgefühl heraus und lässt dich leiten.
Du bist verbunden mit dem
„morphischen Feld“ und bekommst über deine Hellsinne Informationen jenseits von Zeit und Raum. Über diese Verbindung kannst du ganz leicht feinstoffliches wahrnehmen, was gerade gesehen und verändert werden soll.
Warum die meisten Menschen denken statt fühlen – Geschichten aus meinem Alltag
Viele Menschen, die, meist über eine Tierkommunikation, zu mir finden, haben ein sehr gutes Bauchgefühl. Sie trauen ihm aber nicht und lassen sich immer wieder vom Verstand leiten.
Die meisten interessieren sich für 'Dinge zwischen Himmel und Erde' und sind offen für Neues.
Einige haben sogar schon Erfahrungen mit spirituellen und/oder energetischen Methoden und Techniken. Und doch sind die meisten Leute sehr kopflastig.
Ganz oft höre ich in Seminaren auf die Frage
„Was spürst du im Körper?“ die Antwort:
„Ich denk, ich fühl …“
Da muss ich immer schmunzeln, denn wer denkt zu fühlen, ist im Kopf gefangen und nicht mit seinem Körpergefühl verbunden.
Eine kleine Übung:
Denk einmal daran, was du gestern zu Mittag gegessen hast.
Und spüre gleichzeitig deine Füße auf dem Boden.
99 % der Menschen denken nur ans Essen – und sind so im Kopf, dass sie ihre Füße gar nicht spüren.
Oder sie schließen die Augen und versuchen angestrengt nach einem Kribbeln oder Schmerz zu suchen – und sind wieder im Kopf.
Meist verhindern Gedanken das offensichtliche Wahrnehmen in deinem Körper. Ein Positionswechsel, ein tiefes Durchatmen oder ein leichtes Lächeln. Dein Körper lügt nicht!
Genauso wenig die unbewusste Gestik und Mimik deines Gegenübers.
Die Geschichte vom inneren Kind
In einem Seminar erzählte eine Teilnehmerin, dass sie ihrem Inneren Kind immer in Meditation begegnet.
Sie spiele dann mit ihm im Seelengarten, umarme es und übergebe es am Ende an die „Lieblingstante“ als Beschützerin.
Als ich ihr Inneres Kind in Form einer Stellvertreterin neben sie stellte, passierte etwas Berührendes:
Das innere Kind wurde tieftraurig.
Es wollte nicht in einem Seelengarten besucht werden.
Es fühlte sich nicht angenommen und gesehen. Es wollte
wirklich da sein – in den Arm genommen und im Alltag gespürt werden. Als Anteil in ihr.
Als Freude.
Als Leichtigkeit.
Als Hingabe.
Da begann die Frau zu verstehen, wie wichtig Verkörperung ist.
Was bodenständige Spiritualität wirklich bewirkt
Je weniger du den Kopf
„in den Wolken“ trägst und je mehr du dich und deine Wahrnehmung verkörperst, desto verbundener bist du mit:
- deinem Bauchgefühl
- deinem inneren Kompass
- deinen Bedürfnissen
- deiner Abgrenzung
- deiner Wahrheit
Du lernst, deine eigenen Bedürfnisse wieder zu spüren, dich abzugrenzen und deinem Bauchgefühl wieder zu vertrauen.
Du wirst bewusster, präsenter, offener für Impulse – und dein Verstand wird vom Zweifler zum Verbündeten.
Ganz nebenbei öffnest du deine sensitive Wahrnehmung für feine Impulse, und lernst dich und andere mit allen Facetten kennen und annehmen.
Einladung: Das Festival des Spürens
Wenn du testen möchtest, wie einfach das sein kann, dann lege ich dir
„Das Festival des Spürens – Schritt für Schritt zurück zu dir zurück“ ans Herz.
Monatlich tauchen wir gemeinsam in ein Thema ein, das dir hilft, dich wiederzuentdecken und immer tiefer in die gelebte Spiritualität einzutauchen.
Ich freue mich, dich ein Stück deines Weges begleiten zu dürfen.
Hier findest du weitere Informationen